#Stayonboard ist eine Initiative, die zum Ziel hat, dass weibliche Vorstände trotz Schwangerschaft und Mutterschaft weiter arbeiten können. Tatsächlich gibt es in Deutschland das grundsätzliche Problem, dass längerfristige Abwesenheit  zum Beispiel wegen Mutterschutz und Elternzeit, aber auch wegen  längerfristiger Krankheit oder die Pflege von Angehörigen Vorstandsmitglieder zur Niederlegung ihres Mandats zwingt. Bleibt man im Amt, bestehen auch die Pflichten weiter, die die Position mit sich bringt – inklusive des Haftungsrisikos. Auch männliche Vorstandsmitglieder sind davon betroffen. Sie können ebenfalls keine Eltern- oder Pflegezeit nehmen, ohne ihr Mandat niederzulegen. Vorstände von Aktiengesellschaften gelten arbeitsrechtlich nicht als Arbeitnehmer, sie sind nicht weisungsgebunden und haben damit auch keinen Anspruch auf Mutterschutz oder Elternzeit.

Interview mit Rechtsanwältin Jessica Jacobi, die zu den Initiatoren von #stayonboard zählt.