Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV –
für Gleichstellung in Beruf und Gesellschaft

Anwältinnen – ERFURT RELOADED 2021 – Nachlese

Die 31. Anwältinnenkonferenz, die vom 16.9. bis 18.9.2021 nach 2005 das zweite Mal in Erfurt stattfand, war ein voller Erfolg. Erfurt war definitiv eine Reise wert.

Die Konferenz startete am 16.09.2021 mit einem Stadtrundgang durch Erfurt, die schöne Stadt mit ihren Wahrzeichen Dom und Severikirche und einem fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern. Der Rundgang endete abends mit einem „Get Together“ im Restaurant „Übersee“.  Am Freitag begann das fachliche Programm an dem ganz besonderen Tagungsort, dem Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt mit einem Vortrag der Kollegin

Anika Klein, Fachanwältin für Strafrecht aus Weimar. Diese referierte über Scheinselbständigkeit bei Geschäftsführer(inne)n und freien Mitarbeiter(inne)n. In ihrer arbeits- und strafrechtlichen Betrachtung gab sie wertvolle Tipps. So sei es wichtig, Strafverfahren mit berufsrechtlichem Bezug immer auch von Fachleuten im Berufsrecht begleiten zu lassen. Für die Mandantinnen und Mandanten gab sie drei goldene Regeln mit auf den Weg: „Schweigen, ruhig bleiben, Anwältin anrufen“.

Charlotte Guckenmus, Fachanwältin für Medizinrecht aus Frankfurt a.M., erklärte, wie potenzielle Rentenlücken im Versorgungswerk zu erkennen und zu vermeiden sind. Sie empfahl unter anderem, die Satzung des eigenen Versorgungswerks durchzulesen und sich beim Versorgungswerk über Möglichkeiten zum Auffüllen von Beiträgen rentenrechtlicher Zeiten zu informieren. Ihre Tipps sind auch im Anwaltsblatt veröffentlicht.

Nachmittags standen die anwaltlichen Honorarvereinbarungen auf dem Prüfstand und ein Ausblick über die BRAO- Reform. Über den Einsatz von Videotools in Verbindung mit Datenschutz sprach Rechtsanwältin Dorela Kress, Vizepräsidentin des Anwaltsvereins Stuttgart. Sie stellte verschiedene Videotools mit Stärken und Schwächen vor. Beim Einsatz von Videokonferenz-Software in Kanzleien seien nicht nur den Datenschutz, sondern zuallererst berufsrechtliche Plichten zu beachten.