August 2020

PRÄSENT – DIGITAL – ANWÄLTINNEN SIND IMMER DA – Wir laden Sie sehr herzlich ein zum Sommerempfang am 17. Und 18.9.2020 in Berlin. Es erwartet Sie ein interessantes Programm. Wir beginnen am Donnerstagnachmittag mit einer Stadtführung durch Prenzlauer Berg: „Arbeiterviertel, DDR-Opposition, Szenekiez“. Anschließend Get Together im Restaurant „Pasternak“, wo Sie dem Festvortrag „Juramama“ lauschen können, vorgetragen von Rechtsanwältin Nina Katrin Straßner, Head of Diversity and Inclusion SAP.

Rechtsanwätlin Dr. Alexandra Nöth LL.M.Eur., Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, begrüßt Sie am Freitagmorgen zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen.

Danach erfahren Sie Aktuelles zum Transparenzregister/Geldwäschegesetz, Referentin ist Rechtsanwältin und Notarin Dörte Zimmermann.

Recht und Corona – über Mietrecht und Insolvenzrecht spricht Rechtsanwältin Dr. Claudia R. Cymutta, strafrechtliche Aspekte beleuchtet Rechtsanwältin Klaudia Dawidowicz und über Arbeitsrecht referiert Rechtsanwältin Veronica Bundschuh.

Am Nachmittag widmet sich Rechtsanwältin Kathrin Schürmann („Lawpilots“) dem Thema Datenschutz und IT-Sicherheit in der Kanzlei.

Last but not least greifen Rechtsanwältin und Notarin Silvia C. Groppler und Rechtsanwältin Christiane Dahlbender, Associate General Counsel Mars GmbH, das Thema Unconscious Bias auf.

 

Der ganz besondere Veranstaltungsort ist die Aula des GLS Campus Berlin, (Global Language Services) Kastanienallee 82, 10435 Berlin. Wir freuen uns auf Sie! Hier finden Sie Programm und Anmeldeformular.

Immer noch gilt: Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung.

Der neue Flyer der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

Und wer keine Gelegenheit hatte, an der Anwältinnenkonferenz auf dem Virtuellen Anwaltstag im Juni 2020 teilzunehmen, kann sich auf der Internetseite die Nachlese ansehen.

„Eine Frage der Haltung“ – Im aktuellen Anwaltsblatt – Printausgabe – wurde ein Portrait von Rechtsanwältin Dr. Alexandra Nöth veröffentlicht, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen. Sie können es auch online nachlesen.

 

Ausblicke: Im Jahr 2021 ist eine Anwältinnenkonferenz im Ausland geplant, als Veranstaltungsort kam Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

Der Weimarer Landesverfassungsgerichtshof hat am 15.7.2020 das Thüringer Paritätsgesetz zurückgewiesen und damit einer Klage der AfD stattgegeben. Elke Ferner vom Vorstand des Deutschen Frauenrats (DF) sieht darin einen herben Rückschlag für die Gleichstellung in Thüringen und darüber hinaus. Sie weist daraufhin, dass unser Grundgesetz den Staat in Art. 3 verpflichtet, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken. Jetzt müsse das Bundesverfassungsgericht klären, ob Paritätsgesetze ein legitimes Mittel sind, dieses Gleichberechtigungsgebot zu erfüllen. Auch Lea Rabe hält in ihrem Beitrag im „Verfassungsblog“ die Zukunft von Parité für unentschieden und den Weg zum Bundesverfassungsgericht gegen die Entscheidung von Weimar grundsätzlich für offen. Thüringen hatte als zweites Bundesland nach Brandenburg ein Paritätsgesetz eingeführt und nun das erste verfassungsgerichtliche Urteil im Sachbereich vorgelegt. So umstritten die Parité in Rechtslehre und Politik ist, so ambivalent ist auch die 62 Seiten starke Mehrheitsentscheidung des Landesverfassungsgerichtshofs: Sie erging mit sechs zu drei Stimmen in Begleitung zweier umfangreicher Sondervoten.

Az VerfGH2/20, Urteil vom 15.7.2020, Bericht im „Verfassungsblog“, DF-Pressemitteilung, Aufruf „Mehr Frauen in die Parlamente“, Stellungnahme des Deutschen Juristinnenbundes (djb)

 

BVerfG: Rechtsfragen zur geschlechtergerechten Sprache bleiben offen. Die Verfassungsbeschwerde gegen Genderungerechtigkeit in Sparkassenvordrucken und –formularen wurde nicht zur Entscheidung angenommen. Dieser Beschluss wurde am 1. Juli 2020 bekanntgegeben. Die Beschwerdeführerin ist Kundin einer Sparkasse, die im Geschäftsverkehr Formulare und Vordrucke verwendet, die nur grammatisch männliche, nicht aber auch grammatisch weibliche oder geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen enthalten. Die Klage der Beschwerdeführerin, die Sparkasse zu verpflichten, ihr gegenüber Formulare und Vordrucke zu verwenden, die eine grammatisch weibliche oder neutrale Form vorsehen, blieb vor den Zivilgerichten in allen Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof erfolglos. Die Verfassungsbeschwerde sei unzulässig, weil sie den formalen Begründungsanforderungen nicht genüge.

Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgericht sei eine Chance vertan, zu bestätigen, dass das generische Maskulinum nicht nur sprachlich, sondern auch rechtlich diskriminierend ist, kritisierte Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes (djb). Die aus formalen Gründen getroffene Entscheidung weise dennoch auf Lücken bzw. Reformbedarfe des geltenden Rechts hin. Das Bundesverfassungsgericht habe zwar nicht in der Sache entschieden, die Gesetzgebung könne aber selbstverständlich tätig werden. Die deutsche Rechtssprache ist durch Gesetze aus den Jahren 1871 bis 1900 geprägt, in denen es – der damaligen Realität entsprechend – lediglich das männliche Rechtssubjekt gab, denn im allgemeinen Rechtsverkehr handelten fast ausschließlich Männer. Es sei Zeit, dies zu ändern, so die djb-Präsidentin.

Az 1 BvR 1074/18, Beschluss vom 26.5.2020, BVerfG-Pressemitteilung, djb-Pressemitteilung

Gleichstellungsstiftung – zur Gründung rufen zivilgesellschaftliche Organisationen auf. Die zügige Errichtung einer unabhängigen Einrichtung für Gleichstellung und Geschlechterfragen soll noch in diesem Jahr geschehen. Den Aufruf hat auch die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen unterschrieben. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag von 2018 die Einrichtung einer Bundesstiftung für Gleichstellung vereinbart. Die Koalitionsfraktionen haben sich auf die Einrichtung der Stiftung noch in diesem Jahr verständigt. Denn die Corona-Krise macht den Wert der unbezahlten wie auch bezahlten Care-Arbeit, die vor allem von Frauen geleistet wird, endlich als „systemrelevant“ sichtbar. Dabei haben sich vorhandene Schieflagen verschärft. Beides macht deutlich: Eine Einrichtung zur Stärkung der tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter wird dringend gebraucht.

DF-Pressemitteilung, Artikel in Der Zeit, Pressemitteilung des BMFSFJ, Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung

Erfolgreiche Frauen im Mittelstand – Der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz führt zum zweiten Mal mit seinem Kooperationspartner, der WHU Otto Beisheim School of Management, einen bundesweiten Wettbewerb durch. Frauen in der Geschäftsleitung von Unternehmen mit 50 bis 500 Beschäftigten können sich bis zum 10.08.2020 hier bewerben. Kriterien sind: eine nachhaltige zukunftssichernde Unternehmensaufstellung; besondere Verdienste im Bereich Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie; eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge in den letzten sechs Jahren (nur für den Sonderpreis Unternehmensnachfolge). Mit dem Wettbewerb sollen erfolgreiche Frauen sichtbar gemacht werden,     jüngere Frauen sollen durch Vorbilder zur persönlichen Verantwortung und Karriere motiviert werden und außerdem will der Wettbewerb den Bekanntheitsgrad von Unternehmen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, steigern und andere Unternehmen zum Nachahmen motivieren.

Weitere Informationen finden Sie hier. Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden.

Tipps und Hinweise für den Arbeitsalltag während der Corona-Pandemie – leider immer noch aktuell: Die FAQs des DAV geben Orientierung und werden kontinuierlich fortgeschrieben. Hier erfahren Sie, was Anwältinnen und Anwälte jetzt wissen müssen, ob bei der Vertreterbestellung, bei Kanzleischließungen oder bei Quarantänemaßnahmen. Auch im digitalen Corona-Forum, das der DAV zu Beginn der Krise eingerichtet hat, können Sie Neuigkeiten erfahren und Informationen mit Kolleginnen und Kollegen austauschen.  Die Anmeldung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Ann-Sophie Kaiser, Unter den Linden 6, Roman, Ullstein Verlag Berlin 2020, 464 Seiten, 14,99 Euro. Berlin, 1907: Die junge Wissenschaftlerin Lise kommt nach ihrer Promotion an die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Dass Frauen in Preußen offiziell noch nicht an Universitäten zugelassen sind, kann sie nicht aufhalten. Schon bald arbeitet sie neben Otto Hahn. Das Schicksal führt sie mit zwei Frauen zusammen: Hedwig musste die Unterschrift ihres Mannes fälschen, um die Uni besuchen zu können – denn ohne die Zustimmung des Ehemannes geht nichts. Anni arbeitet als Dienstmädchen beim berühmten Friedrich Althoff und liest sich heimlich durch dessen Bücherregal. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu engen Verbündeten, die gemeinsam um ihr Glück, die Liebe und das Recht auf Wissen und Bildung kämpfen. Denn die Widerstände in der männlichen dominierten Universitätswelt sind hoch.

Die Figur Lise erinnert an Lise Meitner (1878–1968), eine der bekanntesten Physikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war die erste deutsche Physik-Professorin und entdeckte die Kernspaltung.
„Ob Frauen studieren dürfen? Ob Frauen studieren können? Ob Frauen studieren sollen? Mir persönlich erscheinen diese Untersuchungen ebenso müßig, als wollte jemand fragen: Darf der Mensch seine Kräfte entwickeln? Soll er seine Beine zum Gehen gebrauchen?“ Hedwig Dohm

13.-14.8.2020, online  

Let it shine! Empowerment für Frauen*, Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

19.8.2020, online  

Gelassen im Umgang mit dem Ungewissen, Veranstaltungsvorschlag des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.

 

21.-22.8.2020, Hannover  

Körper-, Stimm- und Sprechtraining – Der gelungene Auftritt. Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung

 

21.-22.8.2020, online Web-Seminar für Frauen: Strategisches Networking, Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
26.8.2020, Köln Die Welt verändern – mit einem Bleistift, Veranstaltungsvorschlag des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.
15.9.2020, Regensburg  

Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen, Veranstaltung des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.

17.-18.9.2020, Berlin  

Sommerempfang und Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen (s.o.), Programm

 

24.9.2020, Stuttgart 19:30 Uhr, La Piazza, Charlottenstr. 11, 70182 Stuttgart, Kontakt: Rechtsanwältin Klaudia Großmann, info@grossmann-rae.de

Nach beharr­lichem Engagement des DAV und der BRAK kam nun das positive Signal aus dem Bundes­wirt­schafts­mi­nis­terium: Das BMWi beabsichtigt, neben Steuer­be­rater(inne)n, Wirtschafts­prüfer(inne)n und vereidigten Buchprüfer(inne)n auch Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­anwälte als Antrag­steller(innen) für  Unternehmen zuzulassen. Das BMWi arbeitet an der technischen Umsetzung. In Kürze sollen auch Anwältinnen und Anwälte die Überbrü­ckungshilfe für ihre Mandantinnen und Mandanten über die bundesweite Online-Plattform des BMWi beantragen können. Das BMWi arbeitet mit der BRAK weiterhin an der technischen Umsetzung. Der DAV hat von dem BMWi eine schnelle Umsetzung für Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­anwälte gefordert. Des Weiteren hat der DAV sich für eine Fristver­län­gerung stark gemacht. Aktuell läuft die Frist zur Antrag­stellung für kleine und mittel­stän­dische Unternehmen am 31. August 2020 aus. Informationen zur Überbrückungshilfe

Juli 2020

Die Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen auf dem virtuellen Deutschen Anwaltstag im Juni 2020 waren ein voller Erfolg – mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und lebhaften Diskussionen. Das wichtige Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Anwältin – erfolgreich trotz Kindern“, die die AG Anwältinnen in Kooperation mit der AG Sozialrecht am 17. Juni als virtuelles Webinar durchführte. Das Thema steht schon lange im Fokus und könnte jetzt noch wichtiger geworden sein, sind die Anwältin und Mutter doch durch die Corona-Pandemie vor neue und größere Herausforderungen gestellt. Im ersten Teil der Veranstaltung erläuterte Rechtsanwältin und Fachanwältin Christine Vandrey, Vizepräsidentin des Versorgungswerkes der Rechtsanwälte in Berlin, die Besonderheiten der Anerkennung von Kindererziehungszeiten in den 16 Versorgungswerken und der Deutschen Rentenversicherung. Rechtsanwältin und Fachanwältin Cornelia Oster aus Wiesloch referierte über das Thema Mutterschutzregelungen und erklärte die Unterschiede für selbstständige und angestellte Anwältinnen. Sie stellte die Frage: selbständig oder doch lieber angestellt? Oster selbst hielt es zumindest einfacher, angestellt zu arbeiten. Im parallel laufenden Chat bekam sie aber auch viel Widerspruch: „Kinder bleiben nicht immer klein, gottseidank. Wenn man sich durch Stillen, Wickeln und Tagesmutter durchgearbeitet hat, ist man nachher froh über die Freiheit der Selbständigen“, oder: „Ich wickel und stille gerade und ich bin selbstständig, nichts anderes kann ich mir vorstellen! Nur Mut!!!“ oder: „Aus Erfahrung (24, 22, 16) weiß ich, dass es funktioniert. Nur wenn man mittendrin steckt, denkt man ab und zu, dass die Welt einstürzt.“ Die 158 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu dem Fazit: Es ist zwar anstrengend und bedarf guter Organisation, aber ja, die Anwältin kann auch mit Kindern beruflich erfolgreich sein! Es gibt noch einiges zu tun und wir werden an diesem Thema dranbleiben. „Anwältin und Mutter – klar geht das!“ Zu diesem Thema hat die AG Anwältinnen eine Umfrage gemacht und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst. Diese können Sie gerne bei uns anfordern. Rechtsanwältin Dr. Alexandra Nöth, LL.M.Eur., Bremen, moderierte die mutmachende Veranstaltung.

 

„Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“  –  auch diese Veranstaltung am 18. Juni war mit etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht. Dass eine Podiumsdiskussion mit acht Personen auch virtuell funktionieren kann, wurde hier aufs beste bewiesen, von gelegentlichen Bild- und Tonausfällen einmal abgesehen. Rechtsanwältin Tanja Brexl, als Geschäftsführerin im DAV zuständig für den Genderausschuss, berichtete über Aktivitäten des DAV. Durch eine Studie war bekannt geworden, dass Frauen – bei gleichen schriftlichen Vornoten – im mündlichen Examen schlechtere Chancen haben, einen Notensprung zu erreichen als Männer, wenn die Prüfungskommission rein männlich besetzt ist. Ist zumindest eine Frau unter den Prüfenden, sind die Chancen ausgeglichen. Das war ein Anlass für den DAV, mit den Landesjustizprüfungsämtern und den Rechtsanwaltskammern in Kontakt zu treten, um zu erforschen, wie viele Frauen in den Prüfungskommissionen der mündlichen Examensprüfungen tätig sind und wie es gelingen kann, den Anteil weiblicher Prüferinnen zu erhöhen. Gemeinsam mit den Landesverbänden wirbt der DAV bei seinen weiblichen Mitgliedern, sich für ein Prüfungsamt zu bewerben. Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen hatte nun einige der Beteiligten auf dem virtuellen Podium zusammen gebracht: Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin, VorsRiLG Stephan Hackert, LJPA NRW, Düsseldorf, RA Martin W. Huff, Geschäftsführer RAK Köln, RAin Dr. Heike Stintzing, Vizepräsidentin der RAK Frankfurt am Main und Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb, Berlin. Das Ergebnis der sehr lebhaften Diskussion: Es ist immer noch schwer, die Prüfungen mit Juristinnen zu besetzen. Eine wesentliche Rolle dürfte hier der Gender Pay Gap spielen. Anwältinnen verdienen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen weniger, können sich also weniger Verdienstausfall leisten. Gleichzeitig leisten sie über 50 Prozent mehr Care Arbeit und haben somit schlicht weniger Kapazitäten für ein Nebenamt. Neben dem Ziel, die ungleichen Prüfungsbedingungen zu beseitigen, ist es wichtig, den jungen Juristinnen weibliche Prüferinnen als „Role Models“ gegenüberzustellen. Denn es ist unumstritten, dass die Atmosphäre in der mündlichen Prüfung deutlich entspannter ist, wenn eine Frau der Prüfungskommission angehört, das bestätigten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion. In dem parallel laufenden Chat ging es um weitere Fragen rund um das juristische Staatsexamen: Was tun gegen Unconscious Bias oder offene Diskriminierung in den Prüfungssituationen, welche Beschwerdemöglichkeiten gibt es? Sollte die Prüfung protokolliert werden? Wie kann diskriminierungsfreies Verhalten der Prüfenden erreicht werden? Sollten Beschwerdestellen oder Mediationsverfahren etabliert werden? Rechtsanwältin Christina Dillenburg, Essen, moderierte die Veranstaltung.

Bericht in der NJW, demnächst auch ein Bericht im Anwaltsblatt

Der Frühstücksempfang der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, eigentlich kaum virtuell vorstellbar, fand ebenfalls regen Zuspruch. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa trafen sich online, viele hatten ein Glas Sekt mitgebracht oder Kaffee und Brötchen. Die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses, die DAV-Präsidentin Edith Kindermann und die neue Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge erhoben ihr Glas und stießen aus der Ferne an. Rechtsanwältin Ursula Gudernatsch aus Köln moderierte die Veranstaltung und dankte vor allem der Geschäftsführerin Rechtsanwältin Tanja Brexl und ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Rechtsanwältin Evelyn Westhoff, LL.M. für die tatkräftige Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft bei all ihren Aktivitäten. Die Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, Rechtsanwältin Dr. Alexandra Nöth, begrüßte die befreundeten Organisationen. Vom Deutschen Juristinnenbund waren deren Präsidentin Prof. Dr. Maria Wersig und die Bundesgeschäftsführerin Anke Gimbal dabei, vom Verein Anwältinnen ohne Grenzen die Gründerin Jasmina Prpić, aus der Politik Katja Keul, außerdem die Geschäftsführer und –führerinnen des DAV, auch die Mitglieder des Präsidiums und des Vorstands des DAV. Von den zahlreichen DAV  Arbeitsgemeinschaften hob sie das Forum Junge Anwaltschaft hervor. Denn besonders den jungen Juristinnen, die mit sich hadern, den Anwältinnenberuf zu ergreifen, wollen die Anwältinnen mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Unterstützung bieten und Vorbild sein. Der neuen Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge wünschte Dr. Nöth viel Glück für ihre neue Aufgabe. Dazu gab es, wie auf dem Bildschirm zu sehen war, einen wirklichen Blumenstrauß, der ihr im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen überreicht wurde. DAV-Präsidentin Edith Kindermann betonte in ihrer Ansprache, dass in den bewegten Corona-Zeiten die Arbeit zuhause und im Beruf im besonderen Maß von den Frauen getragen wird. In dieser schwierigen Situation sei ein Netzwerk wie die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen besonders wichtig und hilfreich. Aber so anregend und informativ die virtuellen Veranstaltungen des Deutschen Anwaltstages auch gewesen seien, nicht zuletzt auch der Frühstücksempfang der Anwältinnen, so sehr wünschte sich Präsidentin Kindermann die persönliche Begegnung und den direkten Kontakt. Insofern freut sie sich auf den Sommerempfang der Arbeitsgemeinschaft am 17. September 2020 in Berlin.

 

Auch wir freuen uns darauf, Sie bei den weiteren Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen wieder persönlich zu treffen. Hier sind die geplanten Vorhaben: 

Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung.

Zum Sommerempfang am 17. und 18.9. 2020 in Berlin laden wir Sie herzlich ein. Das Programm werden wir demnächst vorstellen. Am 18.9. wird die Mitgliederversammlung von 9 bis 11 Uhr im DAV-Haus stattfinden

Im Jahr 2021 ist eine Anwältinnenkonferenz im Ausland geplant, als Veranstaltungsort kam Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

FüPOG II – Reform des Gesetzes für mehr Frauen in Führungspositionen – neueste Entwicklungen:

In den Vorständen deutscher Unternehmen sind Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Ihr Anteil erhöhte sich seit 2015 lediglich von 6,3 Prozent auf 7,7 Prozent im Geschäftsjahr 2017. 80 Prozent der Unternehmen haben keine Frau im Vorstand. Bundesfrauenministerin Franziska Giffey betonte, es sei angesichts dieser Ergebnisse umso wichtiger, die Reform des FüPoG anzugehen. Ein entsprechender Gesetzentwurf von Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht wird seit Monaten innerhalb der Regierung abgestimmt. In der Union gibt es Widerstände dagegen.

Am 10. Juni 2020 wurden die Dritte und Vierte Jährliche Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauen- und Männeranteils an Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes vom Bundeskabinett beschlossen und anschließend dem Deutschen Bundestag zugeleitet. Demnach ist im Bereich der Privatwirtschaft der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Unternehmen, die unter die feste Quote fallen, weiter gewachsen. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes 2015 stieg er von 25 Prozent auf 32,5 Prozent im Jahr 2017 und in diesem Jahr auf 35,2 Prozent. Im Vergleich dazu sind es bei Unternehmen, die nicht unter die Quote fallen, allerdings nur magere 19,9 Prozent. Bundesjustizministerin Lambrecht schlussfolgerte, dass die eingeführte Aufsichtsratsquote Wirkung gezeigt habe. Diese solle nun auf alle paritätisch mitbestimmten Unternehmen ausgeweitet werden, das Erfordernis der Börsennotierung solle künftig wegfallen. Außerdem solle bei großen Unternehmen ab vier Vorstandsmitgliedern mindestens eine Frau im Vorstand sein.

Stellungnahme der Bundesfamilienministerin, Impulspapier des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bericht im Handelsblatt, Bericht im Spiegel

#Stayonboard ist eine Initiative, die zum Ziel hat, dass weibliche Vorstände trotz Schwangerschaft und Mutterschaft weiter arbeiten können. Tatsächlich gibt es in Deutschland das grundsätzliche Problem, dass längerfristige Abwesenheit  zum Beispiel wegen Mutterschutz und Elternzeit, aber auch wegen  längerfristiger Krankheit oder die Pflege von Angehörigen Vorstandsmitglieder zur Niederlegung ihres Mandats zwingt. Bleibt man im Amt, bestehen auch die Pflichten weiter, die die Position mit sich bringt – inklusive des Haftungsrisikos. Auch männliche Vorstandsmitglieder sind davon betroffen. Sie können ebenfalls keine Eltern- oder Pflegezeit nehmen, ohne ihr Mandat niederzulegen. Vorstände von Aktiengesellschaften gelten arbeitsrechtlich nicht als Arbeitnehmer, sie sind nicht weisungsgebunden und haben damit auch keinen Anspruch auf Mutterschutz oder Elternzeit.

Interview mit Rechtsanwältin Jessica Jacobi, die zu den Initiatoren von #stayonboard zählt.

Fairshare: Corona-Hilfen müssen Frauen gleichermaßen zugute kommen. Am 17. Juni 2020 fand im Bundestag die erste Debatte über geschlechtsspezifische Auswirkungen der Krise und deren gleichstellungspolitischen Konsequenzen statt. Dabei wurden auch die weißen Flecken in den jüngst beschlossenen Konjunkturpaketen sichtbar. Nicht nur Teile der Oppositionsparteien, sondern auch der Deutsche Frauenrat (DF) setzt sich nachdrücklich dafür ein, die strukturelle Benachteiligung von Frauen jetzt abzubauen. Bisher würden die besonderen Lebens- und Bedürfnislagen von Frauen einfach ausgeblendet, obwohl diese von der Krise besonders hart getroffen sind. Konjunkturpolitik sei Verteilungspolitik und damit gleichstellungspolitisch von großer Bedeutung. Deshalb fordert der Deutsche Frauenrat einen Gleichstellungs-Check aller aktuellen und zukünftigen Krisenmaßnahmen und Gesetzesvorschläge für eine faire Verteilung des jüngst beschlossenen Konjunkturpakets. Oppositionsanträge zur Geschlechtergerechtigkeit,  Bundestagsdebatte bei Phoenix, DF-Pressemitteilung

Tipps und Hinweise für den Arbeitsalltag während der Corona-Krise – die FAQs des DAV geben Orientierung und werden kontinuierlich fortgeschrieben. Hier erfahren Sie, was Anwältinnen und Anwälte jetzt wissen müssen, ob bei der Vertreterbestellung, bei Kanzleischließungen oder bei Quarantänemaßnahmen. Auch im digitalen Corona-Forum, das der DAV zu Beginn der Krise eingerichtet hat, können Sie Neuigkeiten erfahren und Informationen mit Kolleginnen und Kollegen austauschen.  Wenn Sie noch nicht registriert sind, holen Sie es bald nach, die Anmeldung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Sandra Lüpkes, Die Schule am Meer, Roman, Kindler-Verlag, Reinbek 2020, 575 Seiten, 22 Euro.

Nordseeinsel Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zwischen den Lehrkräften zu. Mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist, mehren sich die Konflikte. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert? Susanne Birkner im NDR: „Ein interessanter und vielschichtiger Roman. Gut zu lesen und zugleich macht er auf erschreckende Weise deutlich, wie schnell sich im Alltag nationalsozialistisches Gedankengut durchsetzen konnte – selbst an der aufgeklärten ‚Schule am Meer‘.“

Rezension im NDR Kultur

9.7.2020, online  

Wer ist für Datensicherheit verantwortlich? Frauen, Cybersicherheit & Home-Office, Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung

 

10.7.2020, online Handlungsfähig werden! Sexismus und Antifeminismus widersprechen, Workshop der Heinrich-Böll-Stiftung
18.7.2020, online Antifeminismus zurückweisen, Webinar der Heinrich-Böll-Stiftung
15.9.2020, Regensburg  

Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen, Veranstaltung des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.

17.-18.9.2020, Berlin  

Sommerempfang und Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen (s.o.)

 

9.7.2020, Stuttgart 19:30 Uhr, La Piazza, Charlottenstr. 11, 70182 Stuttgart, Kontakt: Rechtsanwältin Klaudia Großmann, info@grossmann-rae.de

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) wurde am 31. Mai 2020 erneut für seine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ausgezeichnet. Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen gratuliert dem DAV und freut sich besonders für Rechtsanwältin Tanja Brexl, die unsere Arbeitsgemeinschaft als Geschäftsführerin betreut und für das erfolgreiche audit im DAV zuständig gewesen ist. Das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH bestätigte das Zertifikat zum audit berufundfamilie. Die Auszeichnung wird von der gemein­nützigen Hertie-Stiftung an Einrich­tungen verliehen, die sich dafür einsetzen, dass ihre Beschäf­tigten Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können. Das Audit steht unter der Schirm­herr­schaft des Bundes­fa­mi­li­en­mi­nis­teriums und des Bundes­wirt­schafts­mi­nis­teriums.

DAV-Pressemitteilung

 

Handlungsbedarf besteht dagegen an anderer Stelle: Anwältinnen in Deutschland: 35,56% (Stand: 1.1.2020); Jurastudentinnen: 56,2% (WS 2018/2019); Referendarinnen: 57,7% (am 1.1.2019); Anwältinnen im DAV: 29,77% (Stand: Januar 2020). Die Zahlen und Fakten sprechen für sich!

Juni 2020

Wir möchten Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen auf dem virtuellen Deutschen Anwaltstag einladen, auch wenn wir Sie diesmal nicht physisch direkt begrüßen können und auf persönliche Begegnungen verzichten müssen.

Achtung! Anmeldeschluss für alle Webinare ist am 11. Juni 2020.

 

„Anwältin – erfolgreich trotz Kindern“ – Mutterschutzregelungen, Versorgungswerke, Ehegattensplitting –  Webinar mit Podiumsdiskussion (für FAO-Veranstaltung geeignet), Veranstaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht. Dienstag 16. Juni 2020 von 15:00 bis 16:30 Uhr. Referentinnen: Rechtsanwältin Cornelia Oster, Wiesloch und Rechtsanwältin Christine Vandrey, Vizepräsidentin des Versorgungswerks der Rechtsanwälte, Berlin. Moderation: Rechtsanwältin Dr. Alexandera Nöth, LL.M.Eur., Bremen. Programm und Anmeldung

 

„Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“ – Webinar mit Podiumsdiskussion, Veranstaltung gemeinsam mit dem DAV-Genderausschuss, dem Ausbildungsausschuss und dem Forum Junge Anwaltschaft: Mittwoch 17. Juni 2020, 15:00 bis 16:30 Uhr. Bericht über die Aktivitäten des DAV: Rechtsanwältin Tanja Brexl, Berlin. Podiumsdiskussion mit Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin, VorsRiLG Stephan Hackert, LJPA NRW, RA Martin W. Huff, Geschäftsführer RAK Köln, RAin Dr. Heike Stintzing, Vizepräsidentin der RAK Frankfurt am Main und Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb, Berlin. Moderation: Rechtsanwältin Christina Dillenburg, Essen. Programm und Anmeldung

Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen auf dem DAT 2020

Frühstücksempfang der Anwältinnen, Freitag, 19. Juni, 08:30-09:30 Uhr, Webinar mit Begrüßungsreden: Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann, Präsidentin des DAV, Berlin und

Rechtsanwältin Dr. Alexandra Nöth, LL.M.Eur., Bremen, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen. Anschließend können in der Chatfunktion Fragen an den Geschäftsführenden Ausschuss gestellt werden, auch persönliche Chats sind möglich. Moderation: Rechtsanwältin Ursula Gudernatsch, Köln. Programm und Anmeldung

 

Bei den weiteren Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen werden wir Sie hoffentlich wieder persönlich treffen, darauf freuen wir uns. Hier sind die geplanten Vorhaben:  

Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung.

Zum Sommerempfang am 17.9. 2020 in Berlin laden wir Sie herzlich ein. Das Programm werden wir demnächst vorstellen. Am 18.9. wird die Mitgliederversammlung von 9 bis 11 Uhr im DAV-Haus stattfinden

Im Jahr 2021 ist eine Anwältinnenkonferenz im Ausland geplant, als Veranstaltungsort kam Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

BVerfG: Beim Versorgungsausgleich dürfen Frauen nicht länger benachteiligt werden. Bei der Teilung der Betriebsrenten erhalten Frauen oftmals weniger als ihnen zusteht. Das liegt an einer Ausnahmeregelung im Gesetz. In bestimmten Fällen kann der Versicherer verlangen, dass der Partner, der nicht dem Betrieb angehört, seinen Anteil bei einer anderen Rentenversicherung anlegt. Das sind meist die schlechter verdienenden Frauen. Vom neuen Versicherer bekamen sie aufgrund der stark gesunkenen Zinsen dann deutlich weniger Rente ausbezahlt. Das Bundesverfassungsgericht hält die Regel der externen Teilung zwar für verfassungskonform. In Zukunft müssen die Familiengerichte bei der Teilung jedoch darauf achten, dass die Teilung nicht auf Kosten der ausgleichberechtigten Frauen geht. Sie müssen prüfen, wie Transferverluste vermieden werden können.

Az 1 BvL 5/18, Urteil vom 26.5.2020, BVerfG Pressemitteilung; djb-Pressemitteilung

Berliner Erklärung: Rückschritte verhindern – Gleichstellung in der Corona-Krise weiter voranbringen! Die 17 Frauenverbände der Berliner Erklärung – darunter die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV – fordern die Bundesregierung auf, engagierter für konkrete Verbesserungen bei der Gleichberechtigung einzutreten. Die Corona-Krise legt nach Ansicht der Verbände nicht nur die bestehenden Defizite in der Gleichstellungspolitik offen, sie ist auch besorgniserregend für die gleichstellungspolitische Entwicklung in Deutschland. Denn die Krise wird für viele Verzögerungen als Erklärung genutzt, um Maßnahmen nicht mehr in dieser Legislaturperiode abzuschließen.

Pressemitteilung des Deutschen Frauenrats

Tipps und Hinweise für den Arbeitsalltag während der Corona-Krise – die FAQs des DAV geben Orientierung und werden kontinuierlich fortgeschrieben. Hier erfahren Sie, was Anwältinnen und Anwälte jetzt wissen müssen, ob bei der Vertreterbestellung, bei Kanzleischließungen oder bei Quarantänemaßnahmen. Auch im digitalen Corona-Forum, das der DAV zu Beginn der Krise eingerichtet hat, können Sie Neuigkeiten erfahren und Informationen mit Kolleginnen und Kollegen austauschen.  Wenn Sie noch nicht registriert sind, holen Sie es bald nach, die Anmeldung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Laura Karasek, Drei Wünsche, Roman, Eichborn-Verlag (in der Bastei-Lübbe AG), Köln 2019, 365 Seiten, 20 Euro. Drei Frauen um die dreißig. Drei ganz unterschiedliche Leben. Mitreißend und schonungslos schreibt Laura Karasek über die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen, über Töchter und Väter, über Macht, Sex, Trauer und Glück. In ihrer unnachahmlich klaren Sprache verdichtet sie dabei ganze Leben zu einem Kaleidoskop all der widerstreitenden Gefühle, die jeder von uns in sich trägt. Ein Roman über die Gefühlswelten moderner junger Frauen, über große Entscheidungen, über Hoffnung und Ängste und die Suche nach dem, was wirklich zählt im Leben.

Laura Karasek wurde 1982 in Hamburg geboren. Die Tochter Hellmuth Karaseks und seiner zweiten Ehefrau, der Journalistin Armgard Seegers, ist Rechtsanwältin, Moderatorin und Autorin. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete Laura Karasek in einer großen Kanzlei in Frankfurt am Main, wo sie zurzeit mit ihrem Mann und ihren Zwillingen lebt. 2012 erschien ihr erster Roman „Verspielte Jahre“. Ihr zweites Buch „Ja, die sind echt. Geschichten über Frauen und Männer“ handelt von Selbstzweifeln, Größenwahn, Dates und Peinlichkeiten. Gespräch im WDR, Lesung.

Wegen der Corona-Krise wurden viele Veranstaltungen storniert, einige in digitale Formate umgewandelt. 

15.-19.6.2020, online Der Virtuelle Anwaltstag
17.6.2020, Köln Mut tut gut! Veranstaltung des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.
15.9.2020, Regensburg Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen, Veranstaltung des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.
17.-18.9.2020, Berlin Sommerempfang und Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen.
Zum Sommerempfang am 17.9. 2020 in Berlin laden wir Sie herzlich ein. Das Programm werden wir demnächst vorstellen. Am 18.9. wird die Mitgliederversammlung von 9 bis 11 Uhr im DAV-Haus stattfinden.
 

Der Virtuelle Anwaltstag“ wird vom 15. bis 19. Juni 2020 stattfinden. Der DAV-Vorstand, der nach der Satzung des DAV den Anwaltstag ausrichtet, reagiert damit auf die Coronakrise. Bei den Webinaren ist es auch möglich, die FAO-Stunden zu sammeln. Diskus­sionen werden via Live-Stream, Video oder Podcast geführt. Auch die AdvoTec wird auf anwaltstag.de virtuell organisiert. Hier finden Sie am 15. Juni die Begrüßungsansprache der DAV-Präsidentin Edith Kindermann, die bis zum Ende des Anwaltstages am 19. Juni abgerufen werden kann. Das vollständige Programm und Informa­tionen zur Anmeldung finden Sie hier„Die Kanzlei als Unternehmen” heißt das Motto des Anwaltstags. Damit liegt der Fokus auf der originären Berufs­praxis und hier vor allem auf der unterneh­me­rischen Seite der anwalt­lichen Tätigkeit. Gerade in der Coronakrise hat sich gezeigt, wie die Digita­li­sierung den Kanzleialltag prägen, erleichtern und letztlich sicher­stellen kann.

Mai 2020

Jetzt ist es entschieden: Der Deutsche Anwaltstag wird in diesem Jahr erstmals als „Virtueller Anwaltstag“ vom 15. bis 19. Juni 2020 stattfinden. Der DAV-Vorstand, der nach der Satzung des DAV den Anwaltstag ausrichtet, reagiert damit auf die Coronakrise. Bei den Webinaren ist es auch möglich, die FAO-Stunden zu sammeln. Diskus­sionen werden via Live-Stream, Video oder Podcast geführt. Auch die AdvoTec wird auf anwaltstag.de virtuell organisiert.

 

Die Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen werden ebenfalls virtuell angeboten:

 

„Anwältin – erfolgreich trotz Kindern“ – Mutterschutzregelungen, Versorgungswerke, Ehegattensplitting –  Webinar mit Podiumsdiskussion (für FAO-Veranstaltung geeignet), Veranstaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht. Dienstag 16. Juni 2020 von 15:00 bis 16:30 Uhr. Referentinnen: Rechtsanwältin Cornelia Oster, Wiesloch und Rechtsanwältin Christine Vandrey, Vizepräsidentin des Versorgungswerks der Rechtsanwälte, Berlin. Moderation: Rechtsanwältin Dr. Alexandera Nöth, LL.M.Eur., Bremen.

 

„Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“ – Webinar mit Podiumsdiskussion, Veranstaltung gemeinsam mit dem DAV-Genderausschuss, dem Ausbildungsausschuss und dem Forum Junge Anwaltschaft: Mittwoch 17. Juni 2020, 15:00 bis 16:30 Uhr. Bericht über die Aktivitäten des DAV: Rechtsanwältin Tanja Brexl, Berlin. Podiumsdiskussion mit Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin, VorsRiLG Stephan Hackert, LJPA NRW, RA Martin W. Huff, Geschäftsführer RAK Köln, RAin Dr. Heike Stintzing, Vizepräsidentin der RAK Frankfurt am Main und Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb, Berlin. Moderation: Rechtsanwältin Christina Dillenburg, Essen.

Frühstücksempfang der Anwältinnen, Freitag, 19. Juni, 08:30-09:30 Uhr, Webinar mit Begrüßungsreden: Rechtsanwältin und Notarin Edith Kindermann, Präsidentin des DAV, Berlin und

Rechtsanwältin Dr. Alexandra Nöth, LL.M.Eur., Bremen, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen. Anschließend können in der Chatfunktion Fragen an den Geschäftsführenden Ausschuss gestellt werden, auch persönliche Chats sind möglich. Moderation: Rechtsanwältin Ursula Gudernatsch, Köln

Weitere Informa­tionen zum „Virtuellen Deutschen Anwaltstag 2020“ finden Sie auf anwaltsblatt.de. Das vollständige Programm und Informa­tionen zur Anmeldung finden Sie ab Mitte Mai auf dieser Seite.

Der Virtuelle Anwaltstag 2020 steht unter dem Motto: „Die Kanzlei als Unternehmen”. Damit legt der Anwaltstag den Fokus auf die originäre Berufs­praxis und hier vor allem auf die unterneh­me­rische Seite der anwalt­lichen Tätigkeit. Gerade in der Coronakrise hat sich gezeigt, wie die Digita­li­sierung den Kanzleialltag prägen, erleichtern und letztlich sicher­stellen kann.

 

Bei unseren künftigen Veranstaltungen werden wir Sie hoffentlich wieder persönlich treffen, darauf freuen wir uns. Hier sind die geplanten Vorhaben: 

Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung. Im September 2020 laden wir zum Sommerempfang in Berlin ein – Ort und Programm werden wir demnächst mitteilen. Im Jahr 2021 soll eine Anwältinnenkonferenz im Ausland stattfinden, als Veranstaltungsort fiel Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen! Unlängst hat DAV-Präsidentin Edith Kindermann in einer Keynote über die „Wichtigkeit von Rolemodels“ beim Österreichischen Anwaltskammertag an Maria Otto erinnert und daran, wie schwer es damals für eine Frau war, Anwältin zu werden. „Um die Anwaltszulassung zu erlangen, verlangte man von ihr die Erklärung, keine Position im Staatsdienst anzustreben, also weder ein Richteramt noch eine Tätigkeit in einer Behörde. Fast 100 Jahre werden die Fundamente zwar nicht mehr in Frage gestellt, wir müssen uns aber gleichwohl noch fragen, wo wir auf innere oder auf äußere Schranken stoßen und wie wir diese überwinden.“ Bei der Überwindung von Schwierigkeiten könne es hilfreich sein, sich auf historische Vorbilder wie Maria Otto zu besinnen. Aber auch in der heutigen Zeit seien „Rolemodels“ von Bedeutung, meint Edith Kindermann: „Rollenvorbilder helfen mir beim Überwinden eigener Widerstände. Wenn sich der Gedanke anschleicht: ‚Dass kann ich nicht.‘, erhebt sich eine andere Stimme, die sagt: ‚Warum eigentlich nicht? Andere haben es auch geschafft. Und außerdem: machen es andere wirklich besser?‘. Rollenvorbilder helfen mir, meine Persönlichkeit zu entwickeln. Finde ich etwas an einem anderen Menschen gut oder schlecht? Kann ich Eigenschaften, die für mich negativ besetzt sind, vielleicht zum Positiven für mich wenden und damit auch für andere nutzbar machen? Macht ist ein solches Beispiel. Sie ist negativ besetzt, wenn sie der Unterdrückung dient. Sie ist positiv besetzt, wenn sie ein Zeichen für Verantwortung ist, die zum Wohle anderer eingesetzt wird. Rollenvorbilder können mir auch beim Überwinden äußerer Widerstände dienen. Wer neue Wege beschreitet, wird mit dem Satz konfrontiert: Das hat noch keine gemacht. Die Antwort kann lauten: dann wird es allmählich Zeit dazu.

Rollenvorbilder helfen mir, meinen Weg zu finden, wenn ich die Vorbilder nicht nachahme, sondern sie wie Bilder betrachte, aus denen ich mein Bild forme, weil ich entscheide, was ich gut finde und was schlecht, was davon mein Weg ist und welcher nicht. Kein Vorbild ist nur gut oder nur schlecht. Jeder behält die Luft zum Atmen, wenn Vorbilder nicht zu einem überhöhten Idol werden. Und: Nur wenn ich meinen Weg gehe, kann ich diesen dauerhaft durchhalten.“

Seit Mitte März hatte der DAV in zahlreichen Schreiben an die Bundes- und Landes­politik gefordert, Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­anwälte als system­re­levant einzustufen. Die Notbetreuung ihrer Kinder war ein elementarer Aspekt dieser Forderung. Da hat sich inzwischen etwas getan: Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­anwälte haben die Möglichkeit einer Notbetreuung in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. In Bremen besteht unter bestimmten Voraus­set­zungen die Möglichkeit einer Notbetreuung unabhängig von der Berufs­gruppe. Allein­er­ziehende Berufs­tätige wurden ebenfalls berück­sichtigt. Aufgrund der Länder­zu­stän­digkeit gibt es keine einheitliche Regelung, wer eine Notbetreuung in Anspruch nehmen kann, die Länder­re­ge­lungen gleichen dabei einem Flicken­teppich.

Diese Länder-Übersicht im Anwaltsblatt bietet eine erste Orientierung über die Situation in den jeweiligen Bundes­ländern mit entspre­chenden Verweisen auf die Regelungen.

 

Bundesverordnungen, Bundesgesetze und Beschlüsse im Zusammenhang mit Corona hat die Bundesrechtsanwaltskammer hier aufgelistet. Aktuelle Hinweise für Justiz und Anwaltschaft finden Sie hier.

Corona-Elterngeld, Aussetzung der Kita- und Hortgebühren und schrittweise Öffnung der Kitas, Horts und Schulen – das fordern zahlreiche Frauen- und Familienorganisationen in einem Appell an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, und Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV gehört zu den Erstunterzeichnerinnen.

Auch der Deutsche Juristinnenbund (djb), der Deutsche Frauenrat (DF) und das Zukunftsforum Familie (ZFF) fordern von der Politik, Familien und Kinder nachhaltiger zu unterstützen und bei anstehenden Entscheidungen die Geschlechtergerechtigkeit im Blick zu behalten. Gemeinsame Pressemitteilung, djb-Stellungnahme

Service-Angebot für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen: 6 Wochen kostenlose Nutzung des „Schweitzer Mediacenters“.  Mit nur einem Login haben Sie Zugriff auf Ihre lizenzierten Datenbankprodukte – im Büro, Homeoffice oder von unterwegs. Durch die übergreifende Suche erhalten Sie Treffer aus abonnierten und freien Quellen, können Fundstellen vergleichen und direkt abrufen. Mit der zusätzlichen Anzeige Ihrer gesamten gedruckten Medien ist das Schweitzer Mediacenter Ihre komplette und professionelle digitale Fachbibliothek – für alle Online- und Print-Medien. Das kann insbesondere in den Zeiten von Corona und Home Office sehr hilfreich sein. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Tipps und Hinweise für den Arbeitsalltag während der Corona-Krise – die FAQs des DAV geben Orientierung – was Anwältinnen und Anwälte jetzt wissen müssen, ob bei der Vertreterbestellung, bei Kanzleischließungen oder bei Quarantänemaßnahmen. Die FAQs des DAV werden kontinuierlich fortgeschrieben. Auf viele Fragen könnten auch Antworten der Kolleginnen und Kollegen hilfreich sein. Der DAV hat ein digitalesCorona-Forum eingerichtet, das den Informationsaustausch zwischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten fördern soll. Die Registrierung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Informationen zu den Wirtschaftshilfsprogrammen hat unsere Kollegin RAin Nathalie Grudzinski zusammengestellt, Berlin-Regionalbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen.

Hilfebedürftigkeit wegen Corona: ALG II für die freien Berufe – Auch freiberufliche Anwältinnen und Anwälte können Arbeitslosengeld II (ALG II) erhalten, wenn in der Corona-Krise die Einnahmen plötzlich wegbrechen. Was Selbständige wissen müssen, um aufstockende Leistungen zu bekommen, finden Sie im Anwaltsblatt. Betroffen werden vor allem Anwältinnen und Anwälte im Familienrecht sein, die überwiegend Mandate mit Verfahrenskostenhilfe haben.

Deepa Anaparra, Die Detektive vom Bhoot-Basar, aus dem Englischen übersetzt von Pociao und Robert de Hollanda. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2020, 400 Seiten, 24,00 Euro.

Detektivarbeit ist kein Kinderspiel. Der neunjährige Jai schaut zu viele Polizei-Dokus, denkt, er sei klüger als seine Freundin Pari (obwohl sie immer die besten Noten bekommt) und hält sich für einen besseren Anführer als Faiz (obwohl Faiz derjenige mit zwei älteren Brüdern und einem echten Job ist). Als ein Junge aus ihrer Klasse verschwindet, beschließt Jai, sein Fernsehwissen zu nutzen, um ihn zu finden. „Die Detektive vom Bhoot-Basar“ erzählt von den Farben und Widersprüchen des heutigen Indien, von sozialen und religiösen Spannungen, Korruption und Ungerechtigkeit, vor allem aber von der unbesiegbaren Vitalität dreier Kinder, von deren Wagemut, Unschuld und überbordender Phantasie. Deepa Anappara wuchs im südindischen Kerala auf und arbeitete in Delhi und Mumbai als Journalistin, bevor sie an der University of East Anglia im englischen Norwich Creative Writing studierte. Für ihre Arbeiten zu den Auswirkungen von Armut und religiöser Gewalt auf die kindliche Entwicklung erhielt sie mehrere Preise und Auszeichnungen.

Rezensionen  im Deutschlandfunk-Kultur, in der Frankfurter Rundschau

Wegen der Corona-Krise wurden viele Veranstaltungen storniert, einige in digitale Formate umgewandelt. 

13.5.2020 Der B.F.B.M. wird virtuell, Veranstaltung des Bundesverbandes der Frau in Business und Management e.V.
14.-15.5.2020 Let it shine! Rhetorik-Empowerment für Frauen, Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
15.5.2020 Wie poste ich erfolgreich? Texting in den sozialen Medien, Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
24.5.2020 Handlungsfähig werden! Sexismus und Antifeminismus widersprechen, Workshop der Heinrich-Böll-Stiftung

Der DAV setzt sich dafür ein, dass auch die rechtliche Beratung durch die Anwalt­schaft in Zeiten der Corona-Krise gefördert wird. Mit dieser Forderung ist er an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) herange­treten. Die Förderung von Beratungs­kosten für kleine und mittlere Unternehmen soll das  BMWi auch auf die rechtliche Beratung ausweiten. Nach einer Rahmen­richtlinie des Bundes­wirt­schafts­mi­nis­teriums ist eine Bezuschussung von Unterneh­mens­be­ra­tungen in Höhe von maximal 4.000 Euro möglich. Schon jetzt ist die Beratung in wirtschaft­lichen, finanziellen, personellen  und organi­sa­to­rischen Fragen der Unterneh­mens­führung auch für Anwältinnen und Anwälte grundsätzlich förderfähig. Laut Auskunft des BAFA gilt dabei für sie nicht, dass sie den überwie­genden Geschäftszweck (mehr als 50 % des Gesamt­um­satzes) auf die entgeltliche Unterneh­mens­be­ratung gerichtet haben müssen. Die Details können im Anwaltsblatt nachgelesen werden.

April 2020

Liebe Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in dieser schweren Zeit wollen und können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Für uns alle war es bis vor kurzem noch unvorstellbar, was die Corona-Krise in kurzer Zeit auslösen konnte. Die Sorge um die Gesundheit unserer Familien, unserer Freundinnen und Freunde, die finanzielle Unsicherheit und die Ungewissheit, wie es beruflich und privat weiter gehen soll, bestimmt zur Zeit unser Leben.

In dieser Situation möchten wir als Arbeitsgemeinschaft für Sie da sein. Wir teilen die Sorge und denken besonders an alle unsere Kolleginnen und Kollegen im Ausland, die so besonders von der Krise betroffen sind. Gern können Sie sich auch mit Fragen an uns wenden. Wir wünschen Ihnen, dass Sie die nächsten Wochen gut überstehen und sind zuversichtlich, dass wir uns alle gesund auf einer der nächsten Konferenzen wiedersehen.

Für den Geschäftsführenden Ausschuss RAin Dr. Alexandra Nöth, LL.M.Eur. (Vorsitzende).

Hier einige Tipps und Hinweise, um die Probleme im Arbeitsalltag zu erleichtern:

Die FAQs des DAV geben Orientierung – was Anwältinnen und Anwälte jetzt wissen müssen, ob bei der Vertreterbestellung, bei Kanzleischließungen oder bei Quarantänemaßnahmen. Wir werden die FAQs des DAV kontinuierlich fortschreiben – und weitere Themen aufnehmen. Weil wir gerade alle lernen, was geht, wenn nichts geht.

„Wie geht es in der Kanzlei weiter, wenn sie von Schließung bedroht ist? Wie kann ich meine Fortbildungspflicht erfüllen?  Welche Folgen hat eine Quarantäne von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Was muss ich aus daten­schutz­recht­licher Sicht im Homeoffice in einer Anwalts­kanzlei beachten?Auf viele Fragen könnten auch Antworten der Kolleginnen und Kollegen hilfreich sein. Der DAV hat ein digitalesCorona-Forum eingerichtet, das den Informationsaustausch zwischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten fördern soll. Die Registrierung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Informationen zu den Wirtschaftshilfsprogrammen hat unsere Kollegin RAin Nathalie Grudzinski zusammengestellt, Berlin-Regionalbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen.

Ob der Deutsche Anwaltstag wie geplant vom 17.-19. Juni 2020 in Wiesbaden stattfinden kann, ist noch nicht entschieden. Jedenfalls ist die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen am Donnerstag, 18. Juni 2020, mit vier Veranstaltungen vertreten: „Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“; „Referendarinnen Lunch“- Vorstellung des Mentoring-Programms; „Die Anwältin als Unternehmerin – Finanzieller Erfolg durch Spezialisierung“ – Fachanwältinnen aus den Bereichen Insolvenzrecht, Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht und dem Anwaltsnotariat werden ihren Berufsweg aufzeigen; “ Anwältin – erfolgreich trotz Kindern – Mutterschutzregelungen, Versorgungswerke, steuerliche Regelungen“. Und am Freitag, 19. Juni, findet wieder der traditionelle Frühstücksempfang statt. Anmeldung und Programm

Wir begrüßen sehr herzlich die neue Hauptgeschäftsführerin des DAV, RA’in Dr. Sylvia Ruge, die am 1. April ihre Arbeit aufgenommen hat. Der Geschäftsführende Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen freut sich besonders darüber, dass mit Dr. Ruge erstmalig in der Geschichte des DAV eine Frau dieses wichtige Amt ausüben wird. Sie arbeitet seit 16 Jahren als Rechtsanwältin, sie ist Wirtschaftsmediatorin und Fachanwältin für Medizinrecht. Zuletzt war sie als Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle der Anwaltschaft tätig. Wir freuen uns mit der neuen Hauptgeschäftsführerin gemeinsam die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

DAV-Pressemitteilung

Bei unseren künftigen Veranstaltungen werden wir Sie hoffentlich wieder persönlich treffen, darauf freuen wir uns. Hier sind die geplanten Vorhaben: 

Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung. Im September 2020 laden wir zum Sommerempfang in Berlin ein – Ort und Programm werden wir demnächst mitteilen. Im Jahr 2021 soll eine Anwältinnenkonferenz im Ausland stattfinden, als Veranstaltungsort fiel Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurdevor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

Anwältinnen und Anwälte sind systemrelevant. Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen die Corona-Ausbreitung sieht vor, das öffentliche und soziale Leben zwingend auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte einen zentralen Beitrag zum funktionierenden Rechtsstaat leisten und den Bürgern den Zugang zum Recht sichern. Die Arbeit der Anwältinnen und Anwälte und der Zugang zum Recht müssen zwingend aufrechterhalten und unterstützt werden. Denn nicht nur arbeitsrechtsrechtliche Beratung in der Corona-Krise, sondern auch der Streit um das Sorgerecht für das Kind oder Verfahren vor dem Sozialgericht  müssen sicher weiterverfolgt werden. Die Betroffen dürften nicht allein gelassen werden, betonte DAV-Präsidentin RAin Edith Kindermann in einer Presseerklärung: „Der Beitrag der Anwaltschaft zur Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats und des gesellschaftlichen Zusammenlebens ist zentral. Das darf niemals vergessen und muss von Seiten der Bundesregierung unterstützt werden.“ DAV-Pressemitteilung

Die Corona-Krise führt zu einer Kompetenzverschiebung zwischen Legislative und Exekutive. Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes, die der Bundestag am Mittwoch, dem 25. März 2020 beschlossen hat, bedeutet seine eigene Entmachtung. Die Bundesregierung soll ermächtigt werden, durch Rechtsverordnungen in Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger einzugreifen. Diesen Paradigmenwechsel hält der DAV für falsch. Er sieht dadurch die Wahrung der parlamentarischen Kontrolle gefährdet. Er fordert, dass der Bundesregierung aufgegeben wird, diese Rechtsverordnungen unverzüglich durch den Bundestag bestätigen zu lassen. Bericht im Anwaltsblatt; DAV-Stellungnahme

Trotz Kontakt- und Ausgangsbeschränkung: Persönliche Termine bei Anwältin oder Anwalt sind weiterhin möglich – auch wenn in den Bundesländern unterschiedliche Vorgaben gelten. Umgekehrt dürfen Anwältinnen und Anwälte auch ihre Mandanten besuchen. In vielen Ländern gibt es Kontaktbeschränkungen, etwa in Berlin. Bei einer Kontrolle durch Polizei oder Ordnungsamt muss man dann keine Auskunft darüber geben, warum man eine Anwältin oder einen Anwalt aufsucht. Wer in einer Gruppe unterwegs ist, etwa gemeinsam mit Kindern und Partner, muss gegebenenfalls belegen, aus einem Haushalt zu stammen. Pressemitteilung Anwaltauskunft

Zivilprozess: Anwaltliche Arbeit in der Corona-Krise – Gerichtsverfahren laufen auch in der Corona-Krise weiter. Anwältinnen und Anwälte sollten rechtzeitig Fristen verlängern und Termine verlegen. Was die Zivilprozessordnung (ZPO) hergibt, erläutert Prof. Dr. Hanns Prütting (Uni Köln) im Anwaltsblatt. Im Streitfall ist die schärfste Waffe der Antrag auf Aussetzung des Verfahrens gemäß § 247 ZPO.

Die Corona-Krise fordert Anwältinnen und Anwälte jetzt auch in der Beraterpraxis: Höhere Gewalt, Unmöglichkeit oder Wegfall der Geschäftsgrundlage hat man zuletzt im Studium gehört. Das Anwaltsblatt bietet mit einem Repetitorium zum Recht der Leistungsstörung im BGB Orientierung.

Hilfebedürftigkeit wegen Corona: ALG II für die freien Berufe – Auch freiberufliche Anwältinnen und Anwälte können Arbeitslosengeld II (ALG II) erhalten, wenn in der Corona-Krise die Einnahmen plötzlich wegbrechen. Was Selbständige wissen müssen, um aufstockende Leistungen zu bekommen, finden Sie im Anwaltsblatt. Betroffen werden vor allem Anwältinnen und Anwälte im Familienrecht sein, die überwiegend Mandate mit Verfahrenskostenhilfe haben.

Kerstin Hensel, Regenbeins Farben, Novelle, Luchterhand Literaturverlag, München 2020, 256 Seiten, 18 Euro. Auf einem Friedhof in der Nähe der Einflugschneise eines Flughafens treffen sich regelmäßig drei Frauen, um die Grabstätten ihrer verstorbenen Männer zu pflegen: Lore Müller-Kilian, eine kapriziöse Industriellengattin mit Hang zur Champagner-Einsamkeit, die 80-jährige Kunstprofessorin Ziva Schlott und  Karline Regenbein, eine bescheidene, im Abseits des Kunstbetriebs wirkende Malerin. Eines Tages taucht dort Eduard Wettengel auf. Auch er ist seit kurzem verwitwet. Mit einem Mal kommt Leben in die Trauergemeinschaft. Das weibliche Trio buhlt um die Gunst des Galeristen. Herrlich komische, bissig-schöne Verwicklungen nehmen ihren Lauf.

Kerstin Hensel wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sie studierte am Institut für Literatur in Leipzig und unterrichtet heute an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Bei Luchterhand sind zuletzt erschienen: die Liebesnovellen „Federspiel“, der Band „Das verspielte Papier – über starke, schwache und vollkommen misslungene Gedichte“ und der Lyrikband „Schleuderfigur“. Kerstin Hensel hat außerdem mehrere Romane geschrieben. Sie lebt in Berlin.

„(…) eine der außergewöhnlichsten Schriftstellerinnen Deutschlands.“ (dpa), Kerstin Hensel auf dem blauen Sofa, Rezension im Deutschlandfunk Kultur

 

Die Corona-Krise stellt die Kanzleien und auch uns vor ungeahnte Herausforderungen. Um für Sie die Arbeitsfähigkeit des DAV zu erhalten, hat der DAV einen mehrstufigen Notfallplan entwickelt. Zunächst wurden Bereiche identifiziert, die unbedingt arbeitsfähig sein müssen. In Absprache mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesen Bereichen wurden sie nach Hause geschickt, so dass sie dauerhaft von zu Hause arbeiten können. In einer weiteren Stufe wurde es den Beschäftigten, die Kinder betreuen müssen, ermöglicht, von zu Hause zu arbeiten. Im nächsten Schritt ist der DAV nunmehr in der Lage, generell dezentral zu arbeiten. Unser Ziel, ansprechbar für die örtlichen Anwaltvereine, die Mitglieder der örtlichen Anwaltvereine, die Arbeitsgemeinschaften, das Ehrenamt, die Politik und die Medien zu sein, erreichen wir damit. Wir bitten um Verständnis, sollte es zunächst – bis alles läuft – zu Verzögerungen kommen. Wenn Sie Kontakt aufnehmen wollen, empfehlen wir den Weg per E-Mail. Wir hoffen so, gut durch die Krise zu kommen. Wir wünschen Ihnen dies ebenfalls.

Sonderausgabe zum Internationalen Frauentag 2020

Weltfrauentag 2020 bei den Vereinten NationenDas diesjährige Thema zum Internationalen Frauentag lautet: “I am Generation Equality: Realizing Women’s Rights”.

25 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking veröffentlichen UN-Women den ReportGender equality: Women’s rights in review 25 years after Beijing“. 

 

Phumzile Mlambo-Ngcuka, UN Under-Secretary-General and Executive Director of UN Women:  Statement for International Women’s Day, UN-Women-Video

Weltfrauentag 2020 in Europa
Auch das Europäische Parlament begeht das 25jährige Jubiläum der Erklärung von Peking.

Am 8. März begehen Frauen in aller Welt den Internationalen Frauentag. Seit mehr als 100 Jahren fordern sie an diesem Tag Gleichberechtigung und prangern die nach wie vor herrschende Gewalt gegen Frauen an. Auch im Arbeitsleben sind Frauen gegenüber Männern nach wie vor benachteiligt. Der Weltfrauentag hat eine mehr als 100-jährige Geschichte. Die Initiative zu einem Internationalen Frauentag stammt von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin. Auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen schlug sie die Einführung eines solchen Tages vor, inspiriert von der Sozialistischen Partei Amerikas (SPA), die in den USA bereits einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht ausgerufen hatte. Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Hauptthema der ersten Jahre war die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen. Seit 1921 findet der internationale Frauentag am 8. März statt.
In Deutschland wurde der Internationale Frauentag während der NS-Herrschaft als sozialistischer Feiertag verboten. Stattdessen propagierten die Nationalsozialisten den Muttertag und die „biologische Verpflichtung“ der Frau.
In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde der 8. März schon zwei Jahre nach Kriegsende wieder gefeiert. Mit der Gründung des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) 1947 in Berlin begann in der SBZ eine Tradition der Würdigung von Frauen, die sich besonders auf ihre Arbeitskraft bezog. Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) verwandelte den Frauentag unter dem Motto „Gruß und Dank den Frauen“ in den 1950er Jahren zum staatlich angeordneten Feierritual. Fraueninteressen wurden den allgemeinen politischen Zielen der DDR untergeordnet. Als (potenzielle) Mütter, die dazu berufen seien, das Leben zu schützen, sollten sich die DDR-Frauen an der Seite der Sowjetbürgerinnen und Frauen aus anderen „friedliebenden Ländern“ in die Front gegen den „westlichen Imperialismus“ einreihen.
Im Zuge der neuen Frauenbewegung in der Bundesrepublik Ende der 1960er Jahre gelangte der Frauentag wieder in das westdeutsche Bewusstsein zurück. Seit den 1980er Jahren hat er in ganz Westeuropa wieder an Bedeutung gewonnen. Die Forderungen hingen wesentlich von den historischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab: Zu Beginn des letzten Jahrhunderts kämpften Frauen für ihre fundamentalen politischen und bürgerlichen Rechte, wie etwa das Recht auf Bildung. In den 1960er und 70er Jahren erreichte die Frauenbewegung im Kampf gegen den Abtreibungsparagraphen 218 einen Höhepunkt. Wichtige Forderungen der Frauenbewegung heute sind die Frage nach der Rolle von Frauen in politischen Entscheidungsprozessen sowie der weltweite Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In vielen Ländern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag – darunter einige Staaten Afrikas, aber auch Russland, Ukraine, Vietnam und die Mongolei. Viele Städte in Deutschland veranstalten an diesem Tag Kulturprogramme mit Musikkonzerten und politischen Diskussionen. Berlin führte den Frauentag als gesetzlichen Feiertag 2019 ein und ist damit das erste deutsche Land mit einem „Frauenkampftag“. (zum Nachlesen: Bundeszentrale für politische Bildung, Wikipedia)

Geschlechtergerechtigkeit –  Auch in diesem Jahr heißt es: Die Bilanz könnte besser sein: Gleiche Entlohnung für Männer und Frauen? Nein. Frauen in Führungspositionen? Immer noch selten. Gewalt gegen Frauen? Überall und immer wieder.

Der „Equal Pay Day“ fordert Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern, jetzt schon zum 13. Mal!  EPD2020: Frauen arbeiten bis zum 17. März umsonst. –  Der EPD markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zeigen keine Veränderung beim Gender Pay Gap.

(Stand 2019)

Ein Dauerthema, auch für Anwältinnen, ist der Gewaltschutz für Frauen. Hier einige Internet-Links

  • Konvention des Europarates gegen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt
  • Das Hilfe-Telefon – Immer mehr Frauen brechen ihr Schweigen
  • Arbeit des Instituts für Menschenrechte zum Thema  Gewalt gegen Frauen
  • Terre des Femmes aktiv im Kampf für Frauenrechte
  • Allgemeine Empfehlungen des UN-Frauenrechtsausschusses (CEDAW-Ausschuss) „on the gender-related dimensions of refugee status, asylum, nationality and statelessness of women“. Seit 1986 veröffentlicht der CEDAW Ausschuss Allgemeine Empfehlungen (General recommendations). Sie legen die Artikel und Bestimmungen der Frauenrechtskonvention näher aus und unterstützen die Vertragsstaaten bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten. (Empfehlungen teilweise ins deutsche übersetzt)
  • UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
Besondere Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen

26.3.2020, Berlin, DAV-Haus Wie werde ich Anwaltsnotar/in? – Anwaltsnotariat – die Karrieremöglichkeit für Frauen!

Gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Anwaltsnotariat und der Rechtsanwaltskammer Berlin (RAK) mit dem Ziel, Nachwuchs für das Anwaltsnotariat zu gewinnen, vor allem Frauen. Rechtsanwältin Ulrike Silbermann, Notarbeauftragte im Vorstand der RAK Berlin, hat bewirkt, dass die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen nur den geringeren Beitrag von 99 EUR (wie Mitglieder Anwaltsnotariat und FORUM) zahlen. Sie sind herzlich eingeladen! Programm und Anmeldung

25.-27.3.2020, Berlin 17. Deutscher Insolvenzrechtstag, Rechtsanwältin Christina Dillenburg hat ebenfalls bewirkt, dass die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft an dieser Veranstaltung zu ermäßigten Konditionen teilnehmen können. Auch hierzu laden wir Sie herzlich ein! Programm und Anmeldung

 

 

           

Bremen, verschiedene Zeiten im März  2020

Besseres Klima für Frauen*, Veranstaltungsliste auf den Frauenseiten Bremen

Hamburg, verschiedene Zeiten im März 2020 Frauentag in Hamburg

Niedersachsen, verschiedene Orte, verschiedene Zeiten im März 2019

Diverse Veranstaltungen zusammengestellt von der Vernetzungsstelle, dem Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung

Mainz, verschiedene Termine im März 2020

Diverse Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag

Düsseldorf, zu verschiedenen Zeiten im März 2020

Diverse Veranstaltungen

Braunschweig, zu verschiedenen Zeiten im März 2020

Diverse Veranstaltungen
Berlin, März 2020 Diverse Veranstaltungen
Würzburg 8.3.2020 Frauentag – DGB Bayern, Frauenbündnis

Frankfurt am Main, März 2020

Informationen und Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag

Stuttgart, März 2020

Informationen über den Internationalen Frauentag
Diverse Orte, März 2020 Informationen und diverse Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag der Friedrich-Ebert-Stiftung

März 2020

Für Kurzentschlossene:

Der 10. Europäische Handels- und Gesellschaftsrechtstag – in Verbindung mit dem 24. deutsch-französischen Seminar – findet am 13. und 14. März 2020 in Toulouse statt. Wie in den Jahren zuvor wird die Tagung gemeinsam von den Arbeitsgemeinschaften Handels- und Gesellschaftsrecht und Internationaler Rechtsverkehr veranstaltet, in Kooperation mit der AG Anwältinnen und der AG Syndikusanwälte. Rechtsanwältin Dr. Barbara Mayer (Stellvertretende Vorsitzende  im Geschäftsführenden Ausschuss der AG Anwältinnen) ist als Moderatorin vertreten. Schwerpunkt sind in diesem Jahr nationale und internationale Kooperationen. Es geht u.a. um folgende Themen: Gesellschaftsrechtliche Formen und Fragestellungen von Kooperationen; Kartellrecht und Fusionskontrolle bei Gemeinschaftsunternehmen und vertraglichen Kooperationen; Allokation und Schutz des geistigen Eigentums der Kooperationspartner; Öffentliche Förderung von Kooperationsprojekten; Steuerrechtliche Fallstricke; Internationales Privatrecht und Beilegung von Streitigkeiten bei grenzüberschreitenden Kooperationen. Wie immer spielt auch der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle: Nutzen Sie die Konferenz, um Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zu treffen – und um die schöne, aber weniger bekannte Stadt Toulouse kennenzulernen. Wir hoffen auf großes Interesse! Und falls es Kolleginnen gibt, die gerne als Referentinnen zum Handels- und Gesellschaftsrecht zur Verfügung stehen, lassen Sie es uns wissen. Wir freuen uns auf jede Verstärkung unseres Referentinnenpools. Bitte schicken Sie Ihre Daten an die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen. Informationen und Programm

Deutscher Anwaltstag vom 17.-19. Juni 2020 in Wiesbaden. Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen ist am Donnerstag, 18. Juni 2020, mit vier Veranstaltungen vertreten: „Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“; „Referendarinnen Lunch“- Vorstellung des Mentoring-Programms; „Die Anwältin als Unternehmerin – Finanzieller Erfolg durch Spezialisierung“ – Fachanwältinnen aus den Bereichen Insolvenzrecht, Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht und dem Anwaltsnotariat werden ihren Berufsweg aufzeigen; „ Anwältin- erfolgreich trotz Kindern – Mutterschutzregelungen, Versorgungswerke – Steuerliche Regelungen“. Und am Freitag, 19. Juni, findet wieder der traditionelle Frühstücksempfang statt.

Anmeldung und Programm

Ausblicke – aktuelle und künftige Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen

Mit der Aktion Mitglieder werben Mitglieder wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung. Im September 2020 laden wir zum Sommerempfang in Berlin ein – Ort und Programm werden wir demnächst mitteilen. Im Jahr 2021 soll eine Anwältinnenkonferenz im Ausland stattfinden, als Veranstaltungsort fiel Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

 

Referentenentwurf: Zweites Führungspositionsgesetz – Familienministerin Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) wollen, dass die wichtigsten Unternehmen im Alleineigentum des Bundes in Sachen Gleichstellung künftig eine Vorbildfunktion einnehmen. Bis Ende des Jahres 2025 sollen in deren wichtigsten Führungspositionen zu 50 Prozent Frauen sitzen. Das geht aus dem Referentenentwurf zum zweiten Führungspositionengesetz hervor. Seit 2016 müssen sich größere Unternehmen selbst Zielgrößen für einen Frauenanteil im Spitzenmanagement geben – auch eine Zielgröße „null“ ist zulässig. Der Anteil der Frauen in den Vorständen ist seither kaum gestiegen. Deshalb halten die Ministerinnen zusätzliches gesetzgeberisches Engagement für notwendig. Über ihr Vorhaben berichteten verschiedene Medien. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) befragte auch Rechtsanwältin Dr. Barbara Mayer, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV. Sie sprach sich für ein neues Quotengesetz aus: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich ohne den Druck des Gesetzgebers nicht wirklich viel verändert. Und aus Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz ergibt sich ein klarer Auftrag an den Staat, sich aktiv um eine Gleichstellung von Frauen und Männern zu bemühen“. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die freiwillige Selbstverpflichtung vieler Unternehmen, die auf diese Weise Frauen den Weg in Führungspositionen ebnen wollten, aber ohne großen Erfolg.

Einwände gegen das Gesetzesvorhaben könnten vor allem aus den unionsgeführten Ministerien und aus den großen Wirtschaftsverbänden kommen. Sie sehen darin einen „erheblichen Eingriff in die unternehmerische Freiheit“. Die Auswahl von Vorstandsmitgliedern sei Aufgabe von Unternehmen und Aufsichtsrat – dafür stehe auch die Eigentumsfreiheit des Grundgesetzes.

Rechtsanwältin Dr. Mayer hält den Eingriff in das Eigentumsrecht der Gesellschafter jedoch für verhältnismäßig. Der jetzige Schritt, die Gremien bis zu einem gewissen Grad mit Frauen besetzen zu müssen, sei deutlich weniger einschneidend als die Arbeitnehmer-Mitbestimmung, die das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich für zumutbar und zulässig erklärt hat. Außerdem gehe es nicht darum, eine kleine Minderheit unterzubringen. „Wir reden davon, eine Gruppe zu berücksichtigen, die mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland darstellt.“ Der Referentenentwurf befindet sich noch