PRÄSENT – DIGITAL – ANWÄLTINNEN SIND IMMER DA – Wir laden Sie noch einmal sehr herzlich ein zur 30. Anwältinnenkonferenz am 17. Und 18.9.2020 in Berlin. Es erwartet Sie ein interessantes Programm. Wir beginnen am Donnerstagnachmittag mit einer Stadtführung durch Prenzlauer Berg: „Arbeiterviertel, DDR-Opposition, Szenekiez“. Anschließend Get Together imRestaurant Oderquelle, Oderberger Straße 27, 10435 Berlin, Telefon: 030/44008080, www.oderquelle.de. (Achtung! geänderter Ort!) Dort können Sie dem Festvortrag der „Juramama“ lauschen, Rechtsanwältin Nina Katrin Straßner, Head of Diversity and Inclusion SAP.

 

Rechtsanwätlin Dr. Alexandra Nöth LL.M.Eur., Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, begrüßt Sie am Freitagmorgen zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen. Die Versammlung findet wie alle Veranstaltungen in der Aula des GLS Campus Berlin, Kastanienallee 82, 10435 Berlin statt. (Nicht wie im Anwaltsblatt angekündigt im DAV-Haus!)

Danach erfahren Sie Aktuelles zum Transparenzregister/Geldwäschegesetz, Referentin ist Rechtsanwältin und Notarin Dörte Zimmermann.

Recht und Corona – über Mietrecht und Insolvenzrecht spricht Rechtsanwältin Dr. Claudia R. Cymutta:

„Nicht nur COVID-19, sondern auch die Vorschriften, die zur Erleichterung des Lockdown getroffen wurden, werden uns noch einige Zeit beschäftigen. Viele Branchen kriseln, steigende Insolvenzzahlen werden erwartet. Für Vermieter stellt sich nach den Kündigungsbeschränkungen im Lockdown die Frage, wie eine mögliche Anfechtung von Mieten in der Insolvenz des Mieters verhindert werden kann. Es soll daher ein Überblick gegeben werden, wann Miet- oder andere Zahlungen der Insolvenzanfechtung unterliegen, welche Besonderheiten sich wegen der COVID-19-Gesetze ergeben und welche Haftungsgefahren sich für beratende Anwältinnen stellen.“

Strafrechtliche Aspekte beleuchtet Rechtsanwältin Klaudia Dawidowicz und über Arbeitsrecht referiert Rechtsanwältin Veronica Bundschuh.

Am Nachmittag widmet sich Rechtsanwältin Kathrin Schürmann („Lawpilots“) dem Thema Datenschutz und IT-Sicherheit in der Kanzlei.

Last but not least greifen Rechtsanwältin und Notarin Silvia C. Groppler und Rechtsanwältin Christiane Dahlbender, Associate General Counsel Mars GmbH, das Thema Unconscious Bias auf: „Hier beschäftigen wir uns – ganz einfach ausgedrückt – mit den Schubladen, die wir in unseren Köpfen haben. Das gilt sowohl für andere als auch für uns selbst! Wir betrachten Situationen, Personen oder Verhalten immer durch unseren ganz persönlichen Filter. Dieser Filter ist geprägt durch die Kultur, in der wir groß geworden sind, unsere Sozialisation und Bildung und noch weitere wertbestimmende Erfahrungen. Aufgrund dieses Filters können wir also gar nicht anders, als Dinge, Sachverhalte und Personen unbewusst voreingenommen zu betrachten. Wir verhindern damit z.B. unseren eigenen Erfolg oder verzichten auf ein vielfältiges Team. Solche Voreingenommenheiten gibt es in ganz unterschiedlicher Ausprägung, aber auch und insbesondere im Hinblick auf Frauen.“

 

Der ganz besondere Veranstaltungsort ist die Aula des GLS Campus Berlin, (Global Language Services) Kastanienallee 82, 10435 Berlin. Wir freuen uns auf Sie! Hier finden Sie Programm und Anmeldeformular.

RAin u. N’in Silvia C. Groppler, Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss der AG Anwältinnen, frühere Vorsitzende, wurde am 31. August 2020 ohne Gegenstimme und mit sofortiger Wirkung zur neuen Gender- und Diversitybeauftragten des DAV gewählt. Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

„Weibliche Besetzung von Prüfungskommissionen im juristischen Staatsexamen“ – so hieß der Titel einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen auf dem virtuellen Anwaltstag im Juni 2020. Zu diesem Thema hat jetzt RAin Christina Dillenburg, stellv. Vorsitzende der AG Anwältinnen, eine Kolumne in der „Zeitschrift für die Anwaltspraxis (ZAP)“ veröffentlicht: „Kürzlich in Berlin oder: Warum ist eine ausgewogene Besetzung von jurist. Prüfungskommissionen so wichtig?“ Die Kolumne können Sie auf unserer Internetseite nachlesen und herunterladen.

Gleichzeitig wollen wir Sie auf die neue Rubrik unserer Internetseite aufmerksam machen, in der wir in Zukunft weitere Texte und Berichte veröffentlichen werden. Noch steht die ZAP-Kolumne allein dort, das soll nicht so bleiben!

„Anwältinnen sind immer da!“ – Jetzt auch beim „Stadtradeln“. Seit dem 2. September sind Anwältinnen auf dem Rad! RAin Nathalie Grudzinski, Regionalbeauftragte für Berlin/Brandenburg, hat das Team „Anwältinnen im DAV“ organisiert und den Aufruf gestartet: „Lassen Sie uns gemeinsam Fahrrad-Kilometer sammeln! Über diesen Link können Sie sich bequem in unserem Team Anwältinnen im DAV anmelden. Egal, ob ins Büro oder in der Freizeit, ob zum Gerichtstermin oder nur mal auf den Wochenmarkt: Jeder Kilometer zählt! Hier nochmal die Spielregeln kurz erklärt: Jeder Kilometer, den Sie per Rad zurücklegen, wird online in ein Kilometer-Buch eingetragen. Es gibt alternativ auch eine App: Dann werden die Strecken über die App getrackt. Ohne App ermitteln Sie die Kilometer einfach selbst, beispielsweise mit einem Routenplaner oder Fahrrad-Tacho, und übermitteln die Kilometer entweder nach jeder Fahrt online oder einmal täglich oder maximal zum Ende jeder Woche. Sie können sich dem Team übrigens auch noch später anschließen, spätestens allerdings am letzten Aktionstag, dem 22. September.

Mehr Informationen finden Sie auf der STADTRADELN-Website. Viel Spaß beim Radeln!“

Immer noch gilt: Mit der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ wollen wir unsere Arbeitsgemeinschaft vergrößern. Bei Erfolg gibt es einen Rabatt von 50 Euro für die nächste Tagung.

Ausblicke: Im Jahr 2021 ist eine Anwältinnenkonferenz im Ausland geplant, als Veranstaltungsort kam Brüssel in die engere Wahl.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

Verfassungsgericht des Landes Brandenburg: Verhandlung über das Brandenburger Paritätsgesetz. Mit dem Paritätsgesetz ebnet der Brandenburger Gesetzgeber den Weg, um ausreichende Chancen für Teilhabe von Frauen an politischen Ämtern zu ermöglichen.  Das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg hat nun die wichtige Aufgabe, dieses Gesetz zu verteidigen und dem in Art. 3 Abs. 2 GG und einigen Landesverfassungen verankerten Frauenfördergebot tatsächlich Geltung zu verschaffen. Die Fraktionen von NPD und AfD hatten Organklage erhoben, außerdem haben vier Abgeordnete der AfD Verfassungsbeschwerde erhoben. Die mündliche Verhandlung fand am 20. August statt. Die Urteilsverkündung wird am Freitag, dem 23. Oktober, 10 Uhr, im Verfassungsgericht des Landes Brandenburg in Potsdam stattfinden.

djb-Pressemitteilung

Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Thüringer Verfassungsgerichts: Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hat das am 1. Januar 2020 in Kraft getretene Paritätsgesetz auf Klage der AfD-Fraktion zurückgewiesen.  Der Thüringer Landesfrauenrat hat einen Aufruf gestartet, sich an einer Verfassungsbeschwerde dagegen zu beteiligen. Die Einzelheiten finden Sie hier.

Die Bundesregierung hat am 1. September 2020 den GREVIO-Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht. (GREVIO heißt „group of experts on action against violence against women and domestic violence“) Am 1. September 2018 trat die Istanbul-Konvention in Deutschland in Kraft. Auch über Jahre danach fehle Deutschland ein politisches Konzept, handlungsfähige Institutionen und die notwendigen Ressourcen, um alle Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen, kritisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention, BIK. Der Zusammenschluss von Frauenrechtsorganisationen, Gewaltschutz-Verbänden und Expert*innen gegen geschlechtsspezifische Gewalt kreidet an, dass Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in Deutschland weiterhin lückenhaft und unterfinanziert seien.

Pressemitteilung des Deutschen Juristinnenbundes, GREVIO-Staatenbericht

Berechnung aller Lohnersatzleistungen nach Steuerklasse I bzw. IV: Diskriminierungen zulasten von Frauen zu beseitigen, fordert der Deutsche Juristinnenbund (djb), indem bei der Verlängerung des Kurzarbeitergelds die Berechnung anhand der Steuerklasse IV vorgenommen wird. Denn die Frauen in Lohnsteuerklasse V müssen eklatante Nachteile beim Kurzarbeitergeld und einer Reihe weiterer Lohnersatzleistungen hinnehmen. Der Koalitionsausschuss hatte sich auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis Ende 2021 verständigt. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Diskriminierung von Frauen beim Bezug von Lohnersatzleistungen weiterhin ignoriert wird. Kurzfristige Abhilfe würde bei der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes die generelle Berechnung anhand der Lohnsteuerklasse IV bewirken. Gerade in der Krise sei der Zeitpunkt gekommen, bestehende strukturelle Benachteiligungen zu beenden, so die die Präsidentin des djb, Prof. Dr. Maria Wersig. Djb-Pressemeldung