Aufruf: Wir suchen neue Kolleginnen für unseren Referentinnen-Pool. Die Arbeitsgemeinschaft hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht, den Anteil der Referentinnen in allen Fachgebieten zu erhöhen. Dafür hat sie einen Referentinnen-Pool aufgebaut, um geeignete Kolleginnen für Fachveranstaltungen benennen zu können und damit das immer wieder vorgebrachte Argument, „wir finden keine geeigneten Frauen“ zu entkräften. Panels mit rein oder überwiegend männlicher Besetzung sollten endlich der Vergangenheit angehören. Bei den Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaften gibt es eine freiwillige Selbstverpflichtung, Anwältinnen als Referentinnen einzusetzen. Wer sich als Referentin für Veranstaltungen zur Verfügung stellen und in den Pool aufgenommen werden will, melde sich bitte bei RAin Dr. Berit Jaeger, die nach der aktuellen Aufgabenverteilung im Geschäftsführenden Ausschuss für den Referentinnen Pool zuständig ist.

 

Ausblick: Der Deutsche Anwaltstag (DAT) 2021 trägt das Motto „Die Anwaltschaft – in besonderer Verantwortung, 150 Jahre DAV“ und soll vom Montag, 7. Juni, – Freitag, 11. Juni 2021, in Berlin stattfinden:  Am 7. und 8. Juni in virtueller, am 9. Juni in digitaler und in präsenter Form (DAT für Einsteiger*innen) und schließlich am 10. und 11. Juni in Präsenzform im Estrel Congress Center Berlin.

Die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen ist wie immer mit eigenen Veranstaltungen beteiligt:

Online mit einer Veranstaltung zum Thema Ehegattensplitting, Referentin u.a. Prof. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes djb, Moderation: Dr. Alexandra Nöth, LL.M.Eur.

Dienstag, 8. Juni, 15:45 Uhr bis 17:45 Uhr.

Präsenz mit vier Veranstaltungen:

Die Realität von Anwältinnen gestern und heute, Referentinnen u.a. Jutta Wagner, Petra Heinicke, Nina Straßner (Juramama), Moderation: Christina Dillenburg

Donnerstag, 10. Juni, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr

 

Perspektiven für Anwältinnen – Erfolg durch Spezialisierung: Lässt sich durch konsequente Spezialisierung auch finanzieller Erfolg erreichen? Welche Rechtsgebiete eignen sich hierfür besonders?  Kommt es auf die Kanzleigröße an? – Erfolgreiche Rechtsanwältinnen u.a. aus dem IT-Recht, dem Handels- und Gesellschaftsrecht, dem Erbrecht u. dem Insolvenzrecht berichten.

Moderation: Ursula Gudernatsch

Donnerstag, 10. Juni, 13:45 Uhr bis 15:15 Uhr

Referendarinnenlunch – u.a. Präsentation des Mentoring Programms der AG Anwältinnen

Moderation: Karoline Fritz

Donnerstag, 10. Juni, 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr

Frühstücksempfang – Einladung der AG Anwältinnen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Anwaltstags – wie immer eine hervorragende Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Erfahrungsaustausch

Begrüßung: Christina Dillenburg und Edith Kindermann 

Moderation: Dr. Berit Jaeger

 

In Kürze wird das gesamte Programm des DAT 2021 im Internet veröffentlicht werden. Dort können Sie sich dann auch anmelden. Über weitere Aktualisierungen und Änderungen halten wir Sie auch in den Anwältinnen-News auf dem Laufenden.

 

Weitere Veranstaltungshinweise:

Der 11. Europäische Handels- und Gesellschaftsrechtstag – in Verbindung mit dem 25. deutsch-französischen Seminar – findet am 12. und 13. März 2021 in einer veränderten Form nur virtuell statt. Das physische Treffen in Toulouse wurde wegen der Corona-Lage erneut verschoben – auf März 2022. Themen des Online-Seminars werden aus aktuellem Anlass der Brexit und Rechtsfragen rund um die Corona-Pandemie sein. Im Vordergrund steht daneben die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu bleiben – besser virtuell als gar nicht. Das physische Seminar soll 2022 nachgeholt werden, wenn Deutschland und Frankreich die Corona-Pandemie „im Griff“ haben. Das für 2022 geplante Thema ist weiterhin aktuell: „Nationale und internationale Kooperationen – Herausforderungen & Chancen“. Wie in den Jahren zuvor werden sowohl das Online-Treffen als auch die Tagung in Toulouse gemeinsam von den Arbeitsgemeinschaften Handels- und Gesellschaftsrecht und Internationaler Rechtsverkehr veranstaltet, in Kooperation mit der AG Anwältinnen und der AG Syndikusanwälte. RAin Dr. Barbara Mayer gehört zum Organisationsteam und wird moderieren. Nähere Informationen zum Programm finden Sie in Kürze hier. Auch die Anwältinnen-News halten Sie auf dem Laufenden.

 

Save the date – Anwältinnenkonferenz in Erfurt, 16.-17. September 2021. Eigentlich war eine Anwältinnenkonferenz im Ausland geplant, als Veranstaltungsort kam Brüssel in die engere Wahl. Dieser Plan wurde auf der Mitgliederversammlung wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Aufgrund der unklaren Lage wurde einstimmig beschlossen, auch 2021 im Inland zu tagen. Als Veranstaltungsort wurde nun das schöne Erfurt auserkoren, wo schon einmal eine Konferenz der Anwältinnen stattgefunden hatte.

Am 7.12.2022 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Maria Otto wurde vor 100 Jahren als erste Frau in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in München. Ein willkommener Anlass, die Herbstkonferenz am 7.12.2022 in München auszurichten. Sie sind herzlich eingeladen!

Und noch eine Empfehlung: Teilnahme an der Umfrage der Working Moms zur „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ – bis zum 10. Februar 2021.  Die Working Moms gehören wie die Arbeitsgemeinschaft zu den 17 Initiatorinnen der Berliner Erklärung für Gleichstellung. Bereits im ersten Lockdown haben die Working Moms eine vielbeachtete und sehr erfolgreiche Umfrage zur „Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Corona-Zeiten“ durchgeführt. Aufgrund der regen Nachfrage wurde die Umfrage dann berufstätigen Eltern (Müttern und Vätern) insgesamt geöffnet. Nun hat das Politik-Duo der Working-Moms eine aktualisierte Neuauflage gestaltet. Bitte nehmen Sie teil und leiten Sie den Link weiter, die Teilnahme ist noch bis zum 10. Februar möglich: https://www.surveymonkey.de/r/Vereinbarkeit_Beruf_Familie_Lockdown_Nr2

Gesetzesreform des Bundesfamilienministeriums zum Elterngeld beschlossen: Das Elterngeld wird noch flexibler, partnerschaftlicher und einfacher – durch mehr Teilzeitmöglichkeiten, weniger Bürokratie und mehr Elterngeld für Frühchen. So werden Eltern unterstützt, Familienleben und Beruf noch besser zu vereinbaren. Elterngeld für Frühchen. So werden Eltern unterstützt, Familienleben und Beruf noch besser zu vereinbaren. Für Eltern in Teilzeit enthält das Gesetz zahlreiche Verbesserungen: Die zulässige Arbeitszeit während des Elterngeldbezugs und der Elternzeit wird von 30 auf 32 Wochenstunden angehoben. Auch der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Eltern unterstützt, kann künftig mit 24 – 32 Wochenstunden (statt mit bisher 25 – 30 Wochenstunden) bezogen werden. Der Bundestag hat das „Zweite Gesetz zur Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes“ am 29. Januar 2021 beschlossen. Die Regelungen sollen zum 1. September 2021 in Kraft treten. BMFSFJ-Pressemitteilung, Gesetzentwurf der Bundesregierung, Gesetzgebungsvorgang im Bundestag, NJW-Bericht, Tagesschau-Bericht

Gewaltschutz in- und nach der Pandemie. Die Istanbul-Konvention gilt in Deutschland seit dem 1. Februar 2018. Sie verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, umfassende Maßnahmen zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt jedweder Art, zur Unterstützung und zum Schutz der Betroffenen sowie zur Bestrafung der Täter zu ergreifen. Die Umsetzung der Vorgaben der Istanbul-Konvention wird in einem Monitor-Verfahren durch GREVIO (Group of experts on action against violence against women and domestic violence) überprüft. Die Staaten haben in Evaluationsrunden aufzuzeigen, inwieweit sie die geforderten Maßnahmen umgesetzt haben. Trotz der bereits existierenden Regelungen und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und verschiedener Ansätze, um den Schutz auszuweiten und die Vorgaben der Konvention umzusetzen, besteht in Deutschland noch erheblicher Handlungsbedarf. Der Deutsche Juristinnenbund (djb) hat die bestehende Möglichkeit genutzt und in einem umfassenden Parallelbericht die bestehenden Defizite aufgezeigt. Zum Jahrestag der Istanbul-Konvention hat der djb am 1.2.2021 unter der Überschrift „Effektiver Gewaltschutz in und nach der Pandemie“ dazu aufgerufen, die Konvention endlich umzusetzen. djb-Pressemitteilung

Dauerbrenner: Wann darf das Empfangsbekenntnis unterschrieben werden? Anwältinnen und Anwälte dürfen das Empfangsbekenntnis für eine Urteilszustellung erst dann unterschreiben, wenn die Rechtsmittelfrist im Fristenkalender notiert und dies in den Handakten vermerkt worden ist. Der BGH hat nun entschieden, dass das auch bei Zustellung eines PKH-Beschlusses und der dadurch in Lauf gesetzten Wiedereinsetzungsfrist gilt.

Das hat bei Mitgliedern die Frage aufgeworfen: Muss die Anwältin, der Anwalt bei der Zustellung von Anwalt zu Anwalt das Empfangsbekenntnis vollziehen? In der Tat war die Frage lange strittig. Was bei Erteilung eines Empfangsbekenntnisses zu beachten ist und was jetzt der § 14 BORA sagt, erläutert das